
01
PMS & PMDS —
wenn der Zyklus die Psyche belastet
Prämenstruelles Syndrom (PMS) und die schwerere Form — die Prämenstruelle Dysphorische Störung (PMDS) — betreffen Millionen Frauen. Trotzdem werden sie noch immer zu selten ernst genommen. Wenn Ihre Stimmung, Energie und Gedanken sich in der zweiten Zyklushälfte drastisch verändern und Sie kaum funktionieren können, kann PMDS der Grund sein.
PMDS ist keine Überempfindlichkeit und keine Einbildung. Es ist eine eigenständige psychiatrische Diagnose (DSM-5) mit biologischer Grundlage und wirksamen Behandlungsoptionen.
Zusätzliche Themen können sein: Zyklisches Bewusstsein und Körperverbundenheit,
Fragen der Lust und Unlust, sexuelle Identität...
02
Symptome von PMDS — auftretend in der Lutealphase,
abklingend mit der Menstruation
Starke depressive Stimmung oder Hoffnungslosigkeit
Interessenverlust an alltäglichen Aktivitäten
Ausgeprägte Reizbarkeit, Wut oder Konflikte
Konzentrationsschwierigkeiten
Ausgeprägte Angstzustände oder innere Anspannung
Körperliche Symptome: Brustspannen, Gelenkschmerzen, Völlegefühl, Kopfschmerzen
Affektive Labilität — plötzliche Stimmungswechsel

03
PMS vs. PMDS — der Unterschied
PMS ist häufig und meist gut zu bewältigen. PMDS ist die schwerere Variante: Die Symptome sind intensiver, dauern länger und beeinträchtigen das Funktionieren in Beruf, Beziehung und Alltag erheblich.
04
Wie kann Psychotherapie helfen?
Psychotherapie kann die Intensität der Symptome und den Umgang mit dem Zyklus deutlich verbessern. In unserer Arbeit konzentrieren wir uns auf:
✓ Stimmungsregulation und emotionale Stabilisierung
✓ Umgang mit Reizbarkeit und Impulsivität
✓ Selbstmitgefühl und innerer Umgang in schwierigen Phasen
✓ Strukturierung von Alltag und Energiemanagement im Zyklus
✓ Psychoedukation: den eigenen Zyklus besser verstehen, nutzen und stabilisieren. Ebenso wie den Alltag, die Ernährung und Bewegung zyklusorientiert gestalten.
Ergänzend kann gynäkologische oder psychiatrische Behandlung sinnvoll sein — ich arbeite gerne interdisziplinär.

